Solingen trifft Churfranken

Über die Künstlerkolonie Solingen
Anfang der 1920er Jahre gründete die gebildete und emanzipierte Erna Heinen-Steinhoff (1898-1969)
zusammen mit ihrem Mann, dem Dichter und Journalisten Hanns Heinen (1895-1961), in Solingen einen
kulturellen und literarischen Salon im Stil des 19. Jahrhunderts. Im Volksmund trugen die Häuser die
einprägsamen Namen „Rotes Haus“ und „Schwarzes Haus“. Im „Schwarzen Haus“ verkehrten unter anderem
berühmte Persönlichkeiten wie die Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore (1861-1941) aus Indien und
Sigrid Undset (1882-1949) aus Norwegen. Ende der 1920er Jahre lernte das Ehepaar Heinen den Maler Erwin
Bowien (1899-1972) kennen, der den Salon um eine Malgemeinschaft bereicherte. Das „Rote Haus“ wurde
dann ab 1945 als Atelierhaus genutzt, erst durch den Maler Erwin Bowien, später durch alle Künstler:innen
Bettina Heinen-Ayech (1937–2020) oder Amud Uwe Millies (1932–2008).
Sie bildeten das „Maler-Dreigestirn“ von Solingen.
Bald erregten sie durch ihr eigenwilliges künstlerisches Schaffen Aufsehen und hatten ihre ersten erfolgreichen
Ausstellungen. Sie schufen Porträts, Landschaften, Stadtansichten und hielten Alltagsszenen bildlich fest.
Gemalt wurde stets vor Ort, um das Gesehene vollständig zu erfassen und das jeweilige Licht und die
Atmosphäre in ihrer Gesamtheit unmittelbar einzufangen.
Doch nicht nur das künstlerische Schaffen prägteden Geist der Künstlerkolonie.
Als Gegner des Nationalsozialismus musste Erwin Bowien aufgrund der politischen Entwicklung im Winter 1933
ins niederländische Exil gehen. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Wehrmacht 1940 begann eine
abenteuerliche Flucht durch Deutschland. Seine Bilder wurden von der Gestapo beschlagnahmt, die
Reichskulturkammer erließ ein Ausstellungsverbot. Erwin Bowien war ein überzeugter Europäer, lange bevor
dieser Gedanke populär wurde. Ihm ging es um den internationalen Dialog der Kulturschaffenden, um das
Miteinander über nationale und kulturelle Grenzen hinweg, Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs träumte er
von einem geeinten und friedlichen Kontinent und setzte sich aktiv für gelebte Völkerfreundschaft ein.
Seine wichtigste Schülerin, Bettina Heinen-Ayech die Tochter des Hauses, konnte in diesem freigeistigen und
intellektuellen Milieu ihr beeindruckendes Talent bestens entfalten. Vor allem ihr Mut und ihr ungestümer
Enthusiasmus ließen sie die Welt von Norwegen bis Sylt, von Paris bis Algerien immer wieder neu malerisch
erfassen. Kein Geringerer als Karl Schmitt-Rottluff gab der damals 18-Jährigen wenig später den legendären
Rat: „Bettina, bleib dir treu!“ Entdeckt hatte sie übrigens die Frankfurter Galeristin Hanna Bekker vom Rath,
eine Vertraute Schmitt-Rottluffs. Die Galeristin nimmt sie später auch in die weltweit beachtete Ausstellung
„Deutsche Kunst der Gegenwart 1955-1956“ auf. Sie katapultiert die junge Bettina in die erste Liga der
zeitgenössischen Kunst und stellt neben Karl Schmidt-Rottluff, Paul Klee, Max Beckmann
und, Ernst LudwigKirchner aus.
Ausgerechnet in Paris, der Stadt der Liebe, wo sie mit ihrem Lehrer Erwin Bowien im ‚Jardin du Luxembourg‘
„plein air“ malte, lernte sie mit 23 Jahren ihren Ehemann, den algerischen Unternehmer Abdelhamid Ayech,
kennen. Mit ihm zog sie 1963 in seine algerische Heimatstadt Guelma und wurde in den fast 60 Jahren, die sie
dort lebte, zu einer der bekanntesten Künstlerinnen des Landes. Auch ihr war es ein Anliegen, Kulturen
einander näher zu bringen, in ihrem Fall Orient und Okzident.
Amud Uwe Millies wollte das Leben und die Kultur ferner Länder kennen und verstehen lernen, er wollte ein
Teil des Weltbürgertums sein. Ab Mitte der 60er Jahre bereiste er intensiv zunächst Osteuropa, dann den
Fernen Osten und nach Asien, insbesondere nach Indien, Nepal, Sri Lanka und Indonesien.
Die 2022 gegründete „Bettina Heinen-Ayech Foundation – Stiftung für Kunst, Kultur und internationalen
Dialog“, die sich dem Vermächtnis der Künstlerkolonie Solingen verschrieben hat, möchte deren künstlerisches
Schaffen für zukünftige Generationen erhalten und den internationalen Dialog der Völker und Kulturen über
das Medium Kunst fördern.
Die Solinger Künstlerkolonie und insbesondere Bettina Heinen-Ayech haben in den letzten Jahren zahlreiche
Auszeichnungen erhalten. So erlebte das Werk und Schaffen eine neue Renaissance
und rückt wieder in den Fokus der Kunstwelt.

Christa Steinmetz – UNTER.wegs

Christa Steinmetz zeigt unter Thema „UNTERwegs“ Skulpturen aus Ton und Bilder mit überarbeiteten Fotos.
Die Ausstellung geht bis zum 02.11.25 und ist immer samstags und sonntags von 14 Uhr – 18 Uhr geöffnet.

Formale Vielfalt ist mir wichtig: ob es sich um die Skulpturen oder um die Bilder handelt.
Genau so wichtig wie die unterschiedlichen Techniken,
die die Auseinandersetzung mit einem Thema aufregend und spannend machen.

Thematisch orientiert sie sich im weitesten Sinne an Haus und Boot,
die in der Menschheitsgeschichte einen zentralen Platz einnehmen.
Erweitert durch Architektur und Konstruktion zeigen ihre Arbeiten deren formale Vielfalt.
Inhaltlich stehen sie  für die ständige Ambivalenz zwischen Sicherheit und Abenteuer,
Geborgenheit und Freiheit, Bleiben und Weggehen.

Seit ca. 40 Jahren arbeitet sie mit dem faszinierenden Material Ton.
Es zieht sie wegen des direkten Umgangs
und des Ansprechens aller Sinne immer noch sehr stark an.

Vor  ca.18 Jahren begann sie darüber hinaus mit ihren Fotos zu arbeiten,
mit Papieren und  gefundenen Bildträgern.
Ihre Bilder werden von ihr geschichtet, im Rechner verändert, collagiert,
für experimentelles Drucken verwendet und mit Wachs, Öl, Acryl und Stift erweitert.

Impressionen von der Vernissage am 10.10.2025

Lucja Radwan

Magische Momente

Lucja Radwan im Kunstraum in Churfranken in Klingenberg

Lucja Radwan, geboren im polnischen Tuchów und in Gols im Burgenland in Österreich lebend,
wurde bekannt für ihre „Speleo-Art“, für ihre zum Teil sehr großformatigen Ölbilder,
inspiriert durch die mannigfaltige Morphologie von Kavernen und Tropfsteinhöhlen mit geformten Bodenzapfen
und Stalaktiten. Seit Jahren sind Höhlen und Dolinen ihr Hauptthema.

Die Künstlerin verbindet die große Vielfalt von Formen und Farben der Natur mit ihrem unverkennbaren Stil,
gekennzeichnet durch das Zusammenspiel von Antithesen: Schrecken und Majestät, lebendige Bewegtheit und statische Ausgeglichenheit.
Das Resultat sind feine, aufwändig ausgearbeitete Ölbilder.
Im Gegensatz dazu erwecken Lucja Radwans Acrylbilder den Eindruck von spontan entstandenen Werken.

Das Werk von Radwan wurde international ausgestellt
und bei vielen Kunstmessen im In- und Ausland präsentiert.
Sie hatte unter anderem Einzelausstellungen
in der Galerie des Österreichischen Generalkonsulats in Krakau
und dem Ethnografischen Museum Wrocław, im Gauermann Museum Miesenbach
und im Haus der Künste und Literatur Pécs,
in der Santen Sho Galerie Kumamoto-Shi,
im Museum für Geschichte der Stadt Tarnów und der Region,
im Geologischen Museum Warschau, im Centre for Geo-Education Kielce,
im Diözesanmuseum Tarnów und im Polnischen Institut Bratislava.

Geologisches Museum, Warschau

Sie nahm auch an bedeutenden Gruppenausstellungen teil,
unter anderem im WUK Projektraum Wien, der Kyung-In Modern Art Galerie Seoul,
dem Künstlerhaus Graz, der Internationale Biennale Dell’Arte Contemporane in Florenz,
im Tokyo Metropolitan Theatre und in der Art Space Gallery.

Werke von Lucja Radwan befinden sich in Sammlungen wie im Naturhistorischem Museum Wien,
Artothek des Bundes Wien, Wiener Gebietskrankenkasse, Wiener Städtische Versicherung,
Geologisches Museum Warschau, Rolletmuseum – Städtische Sammlung Baden,
Regionalmuseum Tarnów, Städtisches Museum Tuchów, Sanctuar Museum der Redemptoristen Tuchów,
Schlossmuseum in Dębno und in der Sammlung von Papst Johannes Paul II.
Ihr Werk zum Thema „Zeit des Lichtes“ wurde
2024 mit dem 1. Preis beim ART-Award auf Schloss Schönbrunn in Wien ausgezeichnet.

Sie selbst sagt über ihre Arbeit: „Die Mehrheit meiner Arbeiten besitzt keinen ihnen zugeschriebenen Titel
– es geht um die Befreiung des Beobachters von den vom Künstler nahegelegenen Assoziationen.
Es geht auch um die Befreiung des Gemäldes selbst von der Determinierung seiner Botschaft …“

Es entstehen auch Tuschezeichnungen von Höhlen, wie die Künstlerin ausführt:
„Durch Licht und daraus folgende Schatten, Weiß und Schwarz,
entsteht vor allem in den Höhlen eine ganz andere Wahrnehmung der tatsächlichen Wirklichkeit.
Die Wahrnehmung verändert sich ständig, abhängig von der Stärke des Lichtes …
Durch mich tritt das Unbeleuchtete, Unterirdische erstmals ans Tageslicht.
“ Alle Höhlenbilder entstehen vorwiegend nach eigenen Fotos,
welche die Künstlerin bei ihren Höhlenwanderungen anfertigt.

Marc Peschke

Magische Momente

Lucja Radwan im Kunstraum in Churfranken in Klingenberg

  1. August bis 5. Oktober

Vernissage am 30. August um 19 Uhr

LÖWHAUS

Hauptstraße 29

63911 Klingenberg

www.kunstraum-churfranken.de

Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr

 

Impressionen von der Vernissage Lucja Radwan am 30.08.2025

QUERBEET

Fotografien von
Isabella Burkhardt – Fred Gasch – Volker Hilarius – Oliver Müller
Skulpturen von Otto Wagner

Isabella Burkhardt
aus Aschaffenburg zeigt ihre aktuelle Serie „Insight Japan“ in Auszügen.

Dies sind zarte, vergängliche Momente des täglichen Lebens.
Bereist und dokumentiert wurde 2023 hauptsächlich Tokio, Osaka, Kyoto sowie Okinawa.
Street Photography und Stadtlandschaften werden stilvoll direkt im Geschehen entwickelt.
Sie fotografiert ohne Autofokus, was eine besondere, technische Herausforderung ist.
Die Photographie ist ihre Leidenschaft, um ein beständiges Statement
neben der künstlich erschaffenen Werbewelt zu setzen.
Ihr Werkzeug der Wahl ist die Leica M10-R.
Ihr Fokus liegt bei all ihren Ausstellungen und Arbeiten bislang auf Japan.
Seit 2013 bereist sie alle drei Jahre dieses Land,
um es zu dokumentieren und immer wieder neu zu entdecken.

Mit „Insight Japan“ möchte sie einen facettenreichen Einblick liefern, ungeschönt und lebendig.
Es sind nicht nur Photographien, sondern auch Geschichten,
die sie mit in jede Ausstellung nimmt,
um eine kulturelle Brücke zu schlagen und Menschen für das Thema zu begeistern.

Web: www.ib-photographie.de/


Fred Gasch
aus Aschaffenburg ist begeisterter Konzertfotograf im Bereich Blues- bis Heavy Metal

und konnte schon so manches bekannte Genre in ausgewählten Posen auf’s Papier bringen.
Gerne nimmt er auch Momente auf der Straße wahr,
wo er immer wieder interessante Menschen trifft.

Schöne Kostüme und Architekturen fixiert er gerne in verschiedenen Farbkompositionen
aus unterschiedlichen Positionen mit Linse. und Auslöser für großflächige Bilder.
Gerne überarbeitet er außerdem Fotografien digital, um so noch mehrere Illusionen zu erhalten.

Web: www.fotogruppe-aschaffenburg.de/fred_gasch.html


Oliver Müller
wurde 1964 in Erbach/Odw. geboren und kommt aus Rodgau.
Er beschäftigt sich mit der Fotografie schon seit seiner Kindheit,
besonders seit 2003 mit seiner ersten Digitalkamera.
Seine fotografischen Schwerpunkte sind neben Portrait- und Aktfotografie, die Konzertfotografie.
Er liebt es aber auch schöne Landschaften ins rechte Licht zu setzen wie z. B. Island.
2013 hat er zudem die Leidenschaft für das Segeln entdeckt und fotografisch festgehalten.
Er zeigt großformatige Fotos von historischen Automobilen, deren Kühlerfiguren,
sowie Portraits und Aktfotos auf  Alu-Dibond und Papier, vornehmlich in SW.

Er ist Vorstandsmitglied im Fotoclub Rödermark
und seit Anfang 2019 Mitglied im Kunstraum Klingenberg.

Web: www.om-photodesign.de


Volker Hilarius
 

Volker Hilarius fotografiert bereits seit den 1970er Jahren.
Seine Schwerpunkte sind Architekturfotografie und abstrakte Motive.
Aber auch Portrait-, Mode- und Aktfotografie begeistern ihn.
Autodidaktisch und mit der Teilnahme an entsprechenden Workshops eignete
er sich Kenntnisse in der künstlerischen und grafischen Bildgestaltung an.
Er fotografiert meist intuitiv und erschließt sich dadurch immer neue Sichtweisen.
Auf zahlreichen regionalen und überregionalen Ausstellungen konnte er seine Werke präsentieren.
Volker ist Mitglied in der Künstlergruppe „Impulsart“  in Darmstadt
und im Fotoclub Groß-Umstadt.
Seine Bilder zeigt er auch im Internet und in sozialen Medien.


Web:
www.fotoclub-gross-umstadt.de/volker-hilarius/

 

Otto Wagner

geboren am 17. April 1947 in Erlach am Main,
hat sein Leben lang in Aschaffenburg gelebt und gearbeitet
– zunächst als ausgebildeter Büromaschinentechniker, später als Mediendesigner.
Die Kunst und das kreative Gestalten begleiten ihn schon seit seiner Jugend.
Ob handwerklich, technisch oder künstlerisch – hat er sich immer gerne mit Ideen,
Formen und Materialien auseinandergesetzt.

Seine Werke entstehen unter dem Label Vintage Factory und erzählen Geschichten,
die das Leben schreibt. Die Reihe „Fundstücke“ ist dabei ein besonderes Herzstück:
Jedes Stück entsteht aus Dingen, die er auf Reisen, Wanderungen oder einfach zufällig entdeckt.
Altes Holz, rostiges Metall, vergessene Gegenstände – alles kann zur Inspiration werden,
besonders wenn Natur und Zeit ihre Spuren hinterlassen haben.

Seine Skulpturen und Objekte verbinden Vergangenes mit Gegenwärtigem.
Dabei läßt er sich oft von aktuellen Themen ebenso leiten
wie von der stillen Schönheit eines abgebrochenen Astes oder einer alten Schraube.

 

Impressionen von der Vernissage Querbeet am 02.08.2025

BILD REICH

Annette Volk
wurde 1967 in Erbach geboren. Schon früh entwickelte sie ein feines Gespür für Farben und Formen –
gefördert durch das kreative Umfeld des elterlichen Malerbetriebs.
Erste Werke wurden im Rahmen einer Gruppenausstellung
im historischen Schenkenkeller in Michelstadt präsentiert.
Es folgten zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen,
1997 hatte Annette Volk die Möglichkeit ihre Bilder in der Galerie „L´Ecume des Pages“, Paris auszustellen.
Ein zentraler Werkzyklus entstand in den Jahren 2013 bis 2015:
Etwa 50 Bilder widmen sich dem Motiv der Brücke – Symbol für Übergänge,
Verbindungen und innere wie äußere Reisen. Ziel war es,
über die Wiederholung des Motivs emotionale Resonanzräume zu eröffnen.
In späteren Arbeiten steht der Mensch im Mittelpunkt – seine Ausstrahlung,
seine Wandlungsfähigkeit und der Prozess der Selbstfindung spiegeln sich in Motiven und Farbwelten wider.
In ihren neueren Werken wendet sich Annette Volk verstärkt der Natur zu.
Die Serie der „Waldbilder“ vermittelt Leichtigkeit, Transparenz und eine poetische Vorstellung von Freiheit.
Aus unterschiedlichen Perspektiven entfalten sich Natur und Tierwelt in einer reichen,
oft traumwandlerischen Vielfalt.
Aktuelle Arbeiten verzichten zunehmend auf vordergründige Symbolik.
Sie zeichnen sich durch reduzierte Motive,
eine subtile Bildsprache und eine emotional aufgeladene Farbigkeit aus
– eine Einladung zum Verweilen und inneren Dialog.

Magarete Gerbig
 Ausbildung zur Grafischen Zeichnerin,
Diplom im Fachbereich Visuelle Kommunikation der Hochschule für Gestaltung/Offenbach
Tätigkeiten im grafischen Bereich bei verschiedenen Werbefirmen
Malkurse und Malen in der Gruppe
Weiterbildung in Grafikprogrammen und digitalen Bildbearbeitung
Gemeinschaftsausstellungen
Neben der Malerei, auf Leinwand mit Acrylfarben,
gilt ihr Interesse der Fotografie und der digitalen Fotobearbeitung.
Sie verwendet zum Malen oft eigene Fotografien oder auch prägnante Ansichten aus den Medien,
die sie teilweise bis zur Karikatur verändert, um ihre Bildinhalte umzusetzen. Farben,
Formen, Strukturen sind ihr dabei ein wichtiges Stilmittel.
Zufrieden macht es sie, wenn der Betrachter das Bild in Erinnerung behält

Sonja Wasser
wurde in der Schweiz geboren und lebt seit 2002 in Deutschland.
Seit 2005 betreibt sie ein eigenes Atelier in Höchst und ist freiberuflich tätig.
Sie ist gelernte Steinbildhauerin, Grafikerin und Schriftsetzerin.
Ihr Studium zur Bildhauerei absolvierte sie von 1997 bis 2001 an der Bildhauer Akademie in Müllheim (Schweiz).
Im öffentlichen Raum hat sie eine Vielzahl an Arbeiten geschaffen.
2016 wurde sie mit dem Kappesser Kunstpreis ausgezeichnet
und gewann den Wettbewerb zur Kreiselgestaltung in Müllheim.
Im Rahmen eines Stadt Wettbewerbs ist nun eine
überlebensgroße Zentaurin aus ihrer Hand in Bronze zu sehen.
Ihre Inspiration schöpft sie aus ihrer Liebe zur Natur.
Sie arbeitet mit großem Herzblut an diesen Themen, die äußerst zeitgemäß sind.
Ihr Gespür für Schönheit und ihr handwerkliches Geschick tragen dazu bei,
beeindruckende Skulpturen und Objekte zu schaffen.
Neben der Bildhauerei ist Malerei eine ihrer Leidenschaften.
Mit meinen Bildern möchte ich die Schönheit der Natur und ihre Stimmungen einfangen.
“ Licht und Ruhe“ sind die Elemente, die ich dadurch ins Wohnzimmer bringen möchte.
Das ist mein Ziel und die Botschaft, die meine Werke ausdrücken sollen.
Ihre einfühlsame und engagierte Art macht sie zu einer kreativen
und sehr vielseitigen Künstlerin, die durch ihre Werke Menschen berührt.

 

 

Kiefer – Schöhl – Geteilte Gedanken

Im Juni diesen Jahres sind zwei ganz besondere Künstler im Löw Haus in Klingenberg zu Gast.
Beide sind nicht nur gestalterisch, sondern auch als Wort-Künstler aktiv.
Joanna Schöhl und Klaus Kiefer präsentieren zum Thema „Geteilte Gedanken“ Skulpturen
und Bilder und lesen zur Vernissage aus ihren Werken vor.

 

Joanna Schöhl ist Malerin aus Groß-Umstadt.
Ihre Werke wirken wie Gefühle in Farben, Formen und Worte gegossen.
Sie verbindet auf sehr individuelle Weise Eindrücke und Ideen.
Ihre farbkräftigen Bilder bringen Wärme und Freude zum Ausdruck,
Ihre Bücher fangen das verrückte, traurige und erstaunliche Heute mit einem Lächeln ein.

Klaus Kiefer aus Darmstadt ist freier Bildhauer und Objektkünstler.
Er bearbeitet eisenoxidhaltigen Stein und Stahl,
der künstlich gerostet wird und somit auf die Vergänglichkeit hinweist.
Dabei soll die Verbindung mit Edelstahl Gefühle und Emotionen vermitteln.
Seine Skulpturen für Garten und Park wirken wie in den Raum projizierte Bilder.

Spuren Suchen

Alles hinterlässt Spuren. Das, was sich uns sichtbar vor Augen anbietet, wird meist als Spur verstanden.
Darüber hinaus können jedoch alle anderen Sinne angesprochen werden,
wenn es darum geht, dem Pfad des Interesses zu folgen.

Neun Künstlerinnen und Künstler des BBK Südhessen e. V. sind zu Gast im LÖW Haus in Klingenberg.
Eine Intention ihrer Ausstellung ist es, einen direkten Bezug zur reichen Historie und
der vielfältigen Kultur dieser Kleinstadt am bayerischen Untermain herzustellen.
Sie sind auf SPUREN SUCHE gegangen und jede/jeder ist individuell fündig geworden.
Im Sinne einer Feldforschung hat sich jeder der Teilnehmer/-innen ein eigenes Thema gestellt,
um sich so der Stadt Klingenberg und ihrem Umfeld zu nähern, z. B. fließt das stillgelegte Tonbergwerk,
die ehemalige Greifvogelstation oder der Rosengarten in das Ausstellungskonzept ein.

In der Ausstellung haben die Besucher selber die Möglichkeit,
sich anhand von kleinen Kärtchen auf die eigene Suche zu begeben.

Im Zentrum steht das Hinterfragen gewohnter Wahrnehmungsweisen
sowie verkürzter Erklärungsmuster für vieldeutige Wirklichkeiten.

Teilnehmende Künstler/-innen:

Anke Bornhöfft-Neugebauer

Isabel Franke

Joachim Henkel

Elisabeth Kling

Max Müller

Judith Pauly-Bender

Angela Schäfer

Lothar Steckenreiter

Reinhard Wiesiollek

Spendenübergabe Versteigerung Werke von Renate Kegler

Am Samstag den 22.03.25 erfolgte bei der Vernissage um 19 Uhr zur Kunstausstellung von Edith Hultzsch
im Löw Haus von Klingenberg die Spendenübergabe aus der Versteigerung von den Werken Renate Keglers.
Durch die zahlreichen Besucher und Bieter auf der Auktion
konnte ein Gesamtbetrag von 4100 € eingenommen werden.
Ein besonderer Dank geht an die Spender*innen Dr. Stephanie zu Löwenstein,
Barbara Grimm Werbetechnik,
Harald Fischmann, Katja Heinz,
Karin Laumeisser, Achim Hug, Ute Geider,
Marion Bundschuh, Roland Baum,
Alois Krug, Paul Hilkene, Christiane Wolfert
und Sabine Kausch,
sowie an alle anderen Spender, die zahlreich erschienen sind.

Bei der Spendenauktion war die ehrenamtliche Unterstützung von Linda Plappert-Metz, Barbara Grimm,
Sabine Kausch, Sarah Bauer, Manfred Köhler, Helga Axt, Hans-Dieter Mocka und
Birgit Hohm ein wesentlicher Faktor zum professionellen Gelingen in der Abwicklung.
Der größte Teil des Kunstnachlasses von Renate Kegler hat einen schönen Platz für die Zukunft bekommen.
Zuletzt hat sich die Sparkasse Klingenberg, die Mitglied im Kunstraum in Churfranken e.V. ist,
noch dazu bereit erklärt den Betrag auf 4500 € aufzurunden.
Der Geschäftsführer Gino Carrierie hat dafür den Scheck an Hans-Dieter Mocka übergeben.